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Chronik

Hier erfahren Sie mehr über unseren Kreisverband HSB dem Schützenwesen und seiner Gründung

Chronik: Das Schützenwesen und die Entstehung der Schützenvereine                                       

Es gibt noch viel Unklarheit über die Entwicklung der verschiedenen Schützenorganisationen in der deutschen Geschichte. Eine umfangreiche Arbeit ist erforderlich, um die Geschichte der Schützenorganisationen vom Standpunkt des historischen Bedeutung zu untersuchen.            Es ist kaum eine andere Sportart so eng mit der machtausführenden Gesellschaftsform verbunden und damit abhängig wie der Schießsport.

Das Verhältnis der Schützenorganisationen in den Gesellschaftsformen zum jeweiligen Staat und zu den verschiedenen Gesellschaftsformen ist der Ausgangspunkt bei der Erläuterung ihre gesellschaftlichen Stellung.

Es soll ein allgemeiner Überblick gegeben werden mit den Ziel, die Geschichte der deutschen Schützenbewegung vom Standpunkt der historische Entwicklung zu bewerten.

Die Traditionen des Deutschen Schützenwesen sind in erster Linie zu suchen in der Ausübung des Schießsport in den Reihen der unterdrückten Bevölkerung. Oft war es weniger das sportliche Interesse sondern die Notwendigkeit des Kampfes die die Bürger zwang, zur Waffe zu greifen. 

Die Anfänge der Schützenwesen reichen bis in das ferne Mittelalter zurück. Als die offenen Marktflecken eigene Stadtrechte erhielten, wurde ihnen auch das Recht der Selbstverteidigung zugestanden, um sich gegen Aufruhr und Überfälle zu schützen. Es wurden Bürgermilizen gebildet die sich später zu festen Vereinen zusammenschlossen, vielfach unter den Segen eines Heiligen. Da sie überall einen Art kirchlicher Brüderschaft waren, wurden sie von den Klöstern und Geistlichen gerne gesehen. Die kleinen Landherren betrachteten diese Entwicklung jedoch vielfach mit Mißtrauen, weil sie Selbsherrlichkeit, besonders die Auferlegung und Eintreibung von Steuern, beeinträchtigt glaubten.

Die ersten Schützenvereine werden aus der Zeit um 1300 überliefert. Um 1400 gab es bereits in den nördlichen Niederlanden und im Rheinischen Schützenvereinigungen.

Die geschichtlichen Ereignissen und Hintergründe, die zur Entstehung der Schützenvereinigungen führten, sind landschaftlich verschieden und vielfältig. Bei den Vereinen des Mittelalters war es die zwingende Notwendigkeit, Leben und Eigentum der Bevölkerung zu schützen; bei den jüngeren Vereinen lagen die Gründe vielfach Sport und Geselligkeit zugrunde. Über das Schützenwesen in den Städten liegen seit dem Ende des 13.Jahrhundert in steigenden Umfang Urkunden und Akten vor. Die Entstehen knüpfte vielfach an die Gilden und gildeähnlichen städtischem Handwerkszünften an. Auch auf dem Lande wurden bald um Schutz der Bevölkerung Schützenvereine gegründet. Überlieferungen über den Einsatz von Schützen in Kriegsereignissen liegen aus den Jahren 1550 vor. Die Städte mit Schützenvereinen mußten den kirchlichen Würdenträger mindestens 100 Schützen, bewaffnet mit Eisenhut, Schild und Armbrust stellen. Sie sollten die Bischöfe begleiten; sie durften aber nur Bistümer verteidigen. Als folge des spanisch-holländischen Krieges, der mit Unterbrechung von 1588 bis 1688 dauerte und den damit verbundenen Refomationswirren, ging der kirchliche Charakter der Schützenvereine verloren. Das Ansehen der Schützenwesen;und viele Vereine gingen gänzlich zu Grunde. Der Aufwand bei Schützenfesten nahm Überhand. Bezüglich des Trinkens, das zur Hauptsache der Schützenfeste geworden war, erließ zum Beispiel der Fürstbischof von Münster im Jahre 1571 eine Landesverordnung . Darin wurde bestimmt, daß die Feier nicht länger als einen Nachmittag dauern sollte, daß auf je 20 Personen nicht mehr als eine Tonne (50 Liter Bier) angeschafft und ausgeschenkt werden durfte und jeder vor Ausbruch der Dunkelheit nach Hause gehen sollte. 

 wird fortgesetz